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Franz West, Passstücke und Möbel seit 1980er Die Passstücke, die West erstmals 1980 ausstellt, sind Basis der Skulptur als Partizipationsgegenstand. In der Tat sind Wests Skulpturen nie eigenständige, abgeschlossene Werke. Erst durch die Interaktion mit dem Betrachter wird die Skulptur komplettiert und erfüllt ihr Potential. Diese Interaktion kann physischer Natur sein oder auf geistiger Ebene stattfinden. Bei den Passstücken sowie auch bei den Möbeln, die er in den achtziger Jahren als Weiterentwicklung des Konzepts der Passstücke herzustellen beginnt, sollen die Werke jeweils „benutzt“ werden. Was bei den Passstücken mit absurden Gesten und improvisierten Bewegungsabläufen erarbeitet wird, kann auf den Möbeln durch Innehalten und Nachdenken erfüllt werden. Die von Franz West als „legitime Skulpturen“ bezeichneten Objekte führen zu ihrer Vervollständigung über das Verfolgen von Ideen und Assoziationsketten, die durch ihre Betrachtung ausgelöst werden. Das Benutzen von, das Nachdenken über und das Verweilen auf Wests Objekten sind Gegenstand seiner Kunst, welche die Gegenständlichkeit der Werke dem Betrachter und seiner Umgebung gegenüber stellt. In seinen Environments, worin verschiede Werkgruppen zu einem erfahrbaren Umfeld zusammen gefügt sind, können diese verschiedenen Aspekte im Rahmen einer Ausstellung aufeinander treffen. |
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